"Es geht nicht um das, was wir tun, oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat." Mutter Theresa

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Da reute Gott das Unheil

Lesungen vom 2. Sonntag im Jahreskreis: Jona 3,1-5.10;Ps 25,4-5.6-7.8-9;1 Kor 7,29-31;Mk 1,14-20

„Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht.“ Jon 3, 10

„Er (Gott) ist Urgrund aller Gerechtigkeit, die wir nicht nachrechnen können. Aber über die Weite und Unermesslichkeit seiner Güte, die uns manchmal ärgert, wie uns seine Geduld manchmal ärgert, dass er so viel hingehen lässt in der in der Welt, anstatt dreinzuschlagen, über dieser Weite sollten wir nicht vergessen, dass diese Güte Gottes keine billige Gnade ist, in der er das Tun der Menschen belanglos werden lässt. Denn das wäre nicht Güte für den Menschen, sondern im Grunde würde es bedeuten, dass er ihn nicht ernst nimmt. Die Gnade Gottes hat eine menschliche Wirkung. Sie ändert den Menschen, und daher heißt das Ankommen der Gnade Umkehr und Buße. Buße ist nicht Gegenteil zur Gnade, sodass man sie nicht bräuchte, weil es Gnade gibt, sondern gerade der Erweis dessen, dass Gnade ist und ankommt. Erst in der Buße wird sie Kraft in uns, wird sie Kraft der Verwandlung der Welt.“

Joseph Ratzinger JRGS 14/2