"Wenn Sie in die Welt hineinschauen, sehen Sie keinen Himmel, aber Sie sehen überall die Spuren Gottes." Benedikt XVI.

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Quadragesima - das Fest der vierzig Tage

Lesungen zum 1. Fastensonntag: Gen 9,8-15;Ps 25,4-5.6-7.8-9;1 Petr 3,18-22;Mk 1,12-15

„Wir feiern darin die Überwindung des Dualismus von Transzendenz und Immanenz: das sich Berühren von Gott und Welt, die Mächtigkeit Gottes, der nicht der Gefangene seiner Ewigkeit ist und nicht der Gefangene der Gesetze der Welt, die er geschaffen hat, sondern der durch das Herz des Menschen immerfort hereinrühren kann in dieser Welt. Wir feiern die Freiheit des Menschen und die Quadragese ist ein Fest der Freiheit, nämlich der Freiheit vom Urgesetz des Egoismus, der Freiheit darin von den Mächten des Triebes und letztlich von der Macht des Todes, der durch die Isolierung des Ich, durch die Isolierung der Teile des Seins herrscht. Wir feiern darin die Überwindung des Dualismus von Materie und Geist, denn sich der Quadragese anschließen bedeutet, dass die Materie zu einer neuen Möglichkeit gelangte, indem sie sich den Geist verfügbar macht und dass der Geist zu einer neuen Größe und Tiefe findet, indem er die Materie annimmt, bejaht, durchdringt und beides zu der einen neuen Schöpfung verschmilzt, die Gott gewollt hat.“

Joseph Ratzinger, JRGS 14,1