"Es muss Wärme von uns ausgehen. Den Menschen muss es in unserer Nähe wohl sein, und sie müssen fühlen, dass der Grund dazu in unserer Verbindung mit Gott liegt." Pater Rupert Mayer

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Gott hat einen Namen, er lässt sich von uns anreden

Lesungen zum 3. Sonntag in der Fastenzeit: Ex 20,1-17;Ps 19,8.9.10.11-12;1 Kor 1,22-25;Joh 2,13-25

„(Ein) Kirchengebet lautet: „Lass uns Herr, Deinem Namen allezeit ebenso fürchten und lieben…“

Am Anfang steht also als tragendes Thema der heilige Name des Herrn. Es klingt auf das zweite Gebot: „Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes heilighalten“ (vgl. Ex 20, 7); es klingt auf die erste Bitte des Vaterunser: „Geheiligt werde Dein Name“ (Mt 6, 9). Gott hat einen Namen. Das will sagen: Er lässt sich von uns anreden, von uns anrufen; er hat sich auf uns eingelassen, sodass wir wirklich zu Ihm hinreden, Ihn gleichsam anrühren können. …

Aber diese Zugänglichkeit Gottes bedeutet auch seine Verletzlichkeit. …

Wo der Name Gottes, das Angesicht Gottes entstellt, entheiligt wird, da wird auch der Mensch entwürdigt.“

Joseph Ratzinger JRGS 14/2