"Das ganze Leben geht auf eine Begegnung zu." Benedikt XVI.

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„Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden“ Joh 3, 14

Lesungen zum 4. Fastensonntag: 2 Chr 36,14-16.19-23;Ps 137,1-2.3-4.5-6;Eph 2,4-10;Joh 3,14-21

"Giftige Schlangen stiegen auf und sie steigen immer da auf, wo der Mensch seinem rebellischen, gegen Gott und auf seine Selbstherrlichkeit gerichteten Willen überlassen ist.

Die Rettung geschieht in der Mosesgeschichte dadurch, dass sozusagen eine Gegenschlange aufgestellt wird, ein Holzgestell, an dem eine abgebildete Schlange hängt. auf die zu blicken die Rettung ist. Jesus hat den Nikodemus erklärt, dass dies eine Vorschattung seines Kreuzesgeheimnisses gewesen ist.  …

Und so können wir verstehen, was die Geschichte von der Gegenschlange heißt und was Jesus dem Nikodemus sagt: Auf den Gekreuzigten hinschauen - das öffnet die Frucht der Unsterblichkeit. Und dies ist der Sinn dieses Tages, dass wir hinschauen auf den Gekreuzigten, dass unser Leben ein Hinschauen auf ihn werde; und dass wir in solchem Hinschauen wieder die Dialektik der Lüge, die uns umgibt, durchschauen lernen; dass wir ihn begreifen lernen; dass unser Leben in diesem Blick hineintritt und von ihm her verwandelt wird, von ihm die wahre Freiheit und die Fülle des wahren Lebens empfängt!"

Joseph Ratzinger, JRGS 14/3