„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

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„Friede sei mit euch“

Lesungen zum 3. Ostersonntag: Apg 3,12a.13-15.17-19;Ps 4,2.4.7.8-9;1 Joh 2,1-5a;Lk 24,35-48

„Wir spüren einerseits die Gnade, die Segnungen des Daseins, wir spüren aber andererseits auch das Unheimliche, Drohende und Zerstörende der Welt, die Macht des Todes. Nun steht er da und er sagt: „Friede sei mit euch.“ Gott ist nicht mehr der Fremde, Unbekannte, Gefährliche. Er richtet Frieden auf, er nimmt uns an und dies ist die entscheidende Änderung in der Welt. Denn wenn wir mit Gott im Frieden stehen, wenn Gott uns Friede gibt, dann sind wir angenommen und können uns selbst annehmen und können einander annehmen. „Friede sei mit euch.“ Bitten wir den Herrn, dass die Kraft, die Wirklichkeit dieses Gottes, tief in uns eindringe und bitten wir ihn, dass die Kraft dieses Wortes in uns wirksam werde, dass wir selbst Menschen des Friedens seien.“

Joseph Ratzinger, JRGS 14/1