"Es muss Wärme von uns ausgehen. Den Menschen muss es in unserer Nähe wohl sein, und sie müssen fühlen, dass der Grund dazu in unserer Verbindung mit Gott liegt." Pater Rupert Mayer

Mitteilung von Pfarrer Scholz VII

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Liebe Schwestern und Brüder,

es scheint so, als ob wir nicht zur Ruhe kommen. Sie haben alle die neusten Entwicklungen im Osten Europas über die Medien verfolgen können. Es erschüttert mich zu tiefst, dass ein Wort eines Präsidenten nichts mehr gilt. Noch vor einem Monat versprach Präsident Putin, dass er nicht vorhat, die Ukraine anzugreifen und dennoch tat er es.

Natürlich war das abzusehen und dennoch muss ich feststellen, dass damit wieder ein Stück Vertrauen in die menschliche Vernunft dahin ist. Es gibt aber auch Zeichen der Hoffnung, denn viele von Ihnen haben ihre spontane Hilfe angeboten. Leider gibt es allerdings noch keine genaueren Informationen zum Beispiel darüber, wie die Quartierverteilung, der aus der Ukraine kommenden Flüchtlinge, erfolgen soll. Wir sammeln erstmal Angebote derjenigen, die Menschen aufnehmen können und dann sehen wir weiter. Geldspenden können Sie über die in den Medien angebotenen Hilfswerke Caritas, Deutsches Rotes Kreuz oder Diakonie geben.

Auch wenn materielle Unterstützung im Augenblick das wichtigste ist, so dürfen wir das Gebet dabei nicht vergessen. Ich möchte Sie herzlichst bitten, im Gebet nicht nachzulassen. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten, so zum Beispiel, zu Hause den Rosenkranz im Anliegen des Friedens zu beten, ein freies Gebet oder auch das Friedensgebet in der Trinitatiskirche, ab jetzt wieder jeden Montag um 18.30 Uhr, zu nutzen.

Auch wir werden in den Hl. Messen immer wieder den Herrn um seinen Geist des Friedens bitten. Denn Frieden zu schaffen, beginnt immer zuerst im Kleinen, nämlich bei uns selbst. Die in der österlichen Bußzeit stattfindenden Kreuzwegandachten werden ebenfalls im Zeichen des Ukrainekonfliktes stehen. Jeder betet auf die Weise, wie es ihm möglich ist. Hauptsache wir lassen nicht nach.

Und... wir sollten einem erneuten Hass keinen Raum geben. Es geht hier nicht darum, die russische Bevölkerung an den Pranger zu stellen, sondern das Handeln der Machthaber dort. Wir sollten diese Differenzierung unbedingt vornehmen. Denn in den Medien finden wir diese oftmals leider nicht und nicht jede Sondersendung ist es wert, sich anzuschauen.

Ich danke Ihnen schon jetzt für ihre Hilfsbereitschaft und ihr begleitendes Gebet.

Bleiben Sie bitte gesund! Eine gesegnete österliche Bußzeit wünscht Ihnen

ihr Pfarrer Markus Scholz