"Wenn Sie in die Welt hineinschauen, sehen Sie keinen Himmel, aber Sie sehen überall die Spuren Gottes." Benedikt XVI.
Lesungen vom 22. Sonntag im Jahreskreis: Jer 20,7-9; Ps 63,2.3-4.5-6.8-9; Röm 12,1-2; Mt 16,21-27
„Denn wenn einer nicht sich selbst loslassen kann, dann kann er nicht zu dem kommen, der über ihm ist. Doch wohin außerhalb unser selbst können wir gehen, wenn wir aus uns herausgehen? Und wer ist es denn, der geht, wenn einer sich selbst verläßt? Nun: der durch die Sünde gefallene Mensch ist etwas anderes als der, der er von Natur aus geschaffen war. Dann also verlassen und verleugnen wir uns selbst, wenn wir das meiden, was der alte Mensch war, und nach dem streben, wozu wir als neue Menschen berufen sind. Sich selbst verleugnet auch jeder, der sich zum Besseren wendet; er beginnt zu sein, was er nicht war, und er hört auf zu sein, was er war.“
Gregor der Große
Quelle: Catena Aurea
Lesungen zum 21.Sonntag im Jahreskreis: Jes 22,19-23;Ps 138,1-2b.2c-3.6 u. 8;Röm 11,33-36;Mt 16,13-20

Martyrium des Petrus, Wandgemälde in der Papstkapelle Sancta Sanctorum (Rom)
„Das Evangelium des heutigen Sonntags ist der berühmte – in der Erzählung des Matthäus zentrale – Abschnitt, in dem Simon im Namen der Zwölf seinen Glauben an Jesus als »den Messias, den Sohn des lebendigen Gottes« bekennt; und Jesus nennt Simon für diesen seinen Glauben »selig«, da er in ihm ein besonderes Geschenk des Vaters erkennt, und er sagt zu ihm: »Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.«
Bleiben wir einen Moment bei diesem Aspekt, bei der Tatsache, dass Jesus dem Simon diesen neuen Namen zuweist: »Petrus«, was in der Sprache Jesu »Kefa« lautet, ein Wort, das »Fels« bedeutet. In der Bibel ist der Begriff »Fels« auf Gott bezogen. Jesus weist ihn dem Simon nicht wegen seiner Qualitäten oder menschlicher Verdienste zu, sondern aufgrund seines echten und festen Glaubens, der aus der Höhe kommt. …
Weiterlesen: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“
Lesungen vom 20. Sonntag im Jahreskreis: Jes 56,1.6-7;Ps 67,2-3.5-6.8; Röm 11,13-15.29-32; Mt 15,21-28
„ »Frau, dein Glaube ist groß.« Diese einfache Frau wird von Jesus als Beispiel eines tiefen Glaubens vorgestellt. Ihre Ausdauer, das Eingreifen Christi zu erbitten, ist für uns eine Ermutigung, nie den Mut zu verlieren, ja inmitten schwerster Prüfungen des Lebens nicht zu verzweifeln. Der Herr verschließt nicht die Augen vor den Bedürfnissen seiner Kinder, und wenn er manchmal für ihre Bitten unempfänglich zu sein scheint, dann geschieht es nur, um ihren Glauben zu prüfen und zu stärken.“

Und: Zeit Gott, zu suchen und zu finden.
Im Lärm und der Hektik des Alltags ist es oft schwer, Gott und sein Handeln zu entdecken, Gott der sich eher im „Säuseln“ offenbart (vgl. 1. Kön 19, 12). Urlaubszeit gibt Zeit in der Natur zu sein, die Schöpfung zu bestaunen und die Chance zu nutzen, den Ursprung aller Dinge aus den geschaffen Dingen zu erkennen (vgl. DV 6).
Vielleicht können wir dann mit in den Lobgesang der drei Jünglinge einstimmen:
Weiterlesen: Urlaubszeit, Beine austrecken, Seele baumeln lassen und?
Lesungen zum 13. Sonntag im Jahreskreis: 2 Kön 4,8-11.14-16a; Ps 89,2-3.16-17.18-19; Röm 6,3-4.8-11; Mt 10,37-42
„Im heutigen Evangelium sagt Jesus: »Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten« (Mt 10,41). Dreimal das Wort »Prophet«. Aber wer ist der Prophet? …