"Man darf nicht einfach aufgeben, das Evangelium zu verkündigen." Benedikt XVI.
Lesungen vom 11. Sonntag im Jahreskreis: Ex 19,2-6a; Ps 100,1-3.4-5; Röm 5,6-11; Mt 9,36 - 10,8
„Denn wenn der Gott des Himmels nahe ist, sind wir nicht allein auf der Erde, und selbst in Schwierigkeiten verlieren wir nicht das Vertrauen. Das ist das Erste, was man den Menschen sagen muss: Gott ist nicht weit weg, sondern er ist Vater. Gott ist nicht fern, er ist Vater. Er kennt dich und liebt dich. Er will dich bei der Hand nehmen, auch wenn du steile und unebene Wege gehst, auch wenn du fällst und es dir schwerfällt, wieder aufzustehen und den Weg fortzusetzen. Er, der Herr, ist da, bei dir. Gerade dann, wenn du am schwächsten bist, kannst du seine Gegenwart stärker spüren. Er kennt den Weg, er ist bei dir, er ist dein Vater! Er ist mein Vater! Er ist unser Vater!“
Lesungen zum Fronleichnamsfest: Dtn 8,2-3.14-16a;Ps 147,12-13.14-15.19-20;1 Kor 10,16-17;Joh 6,51-58

"Wird nämlich die ganze Beziehung mit dem eucharistischen Jesus allein auf den Augenblick der heiligen Messe konzentriert, läuft man Gefahr, den Rest der Lebenszeit und des Lebensraumes seiner Gegenwart zu entleeren. Und so wird der Sinn der beständigen Gegenwart Jesu mitten unter uns und mit uns weniger wahrgenommen, eine konkrete, nahe Gegenwart inmitten unserer Häuser, als »pulsierendes Herz« der Stadt, des Landes, des Gebiets mit seinen verschiedenen Ausdrucksformen und Tätigkeiten. Das Sakrament der Liebe Christi muss das ganze alltägliche Leben durchdringen."
Benedikt XVI, Basilika St. Johann im Lateran, Donnerstag, 7. Juni 2012
Lesungen zum Dreifaltigkeitssonntag: Ex 34,4b.5-6.8-9;Dan 3,52.53.54.55.56;2 Kor 13,11-13;Joh 3,16-18

„Gott hat die gute, schöne Welt geschaffen, doch nach der Sünde ist die Welt vom Bösen und der Korruption geprägt. Wir Männer und Frauen sind alle Sünder, deshalb könnte Gott eingreifen, um die Welt zu richten, das Böse zu vernichten und die Sünder zu bestrafen. Stattdessen liebt er die Welt, trotz ihrer Sünden; Gott liebt jeden von uns, auch wenn wir Fehler machen und uns von ihm abwenden. Gott, der Vater, liebt die Welt so sehr, dass er, um sie zu retten, das gibt, was er an Kostbarstem hat: seinen eingeborenen Sohn, der sein Leben für die Menschheit hingibt, aufersteht, zum Vater zurückkehrt und mit ihm zusammen den Heiligen Geist sendet. Die Dreifaltigkeit ist also Liebe, ganz im Dienste der Welt, die sie retten und neu erschaffen will. Wenn wir heute an Gott Vater und den Sohn und den Heiligen Geist denken, denken wir an die Liebe Gottes! Und es wäre schön, wenn wir uns geliebt fühlten. »Gott liebt mich«: das ist das Gefühl heute.“
Lesungen vom Pfingstsonntag: Apg 2,1-11;Ps 104,1-2.24-25.29-30.31 u. 34;1 Kor 12,3b-7.12-13;Joh 20,19-23
„Sie wussten, dass ihr Beieinandersein, dass ihre Eintracht, die Voraussetzung für Pfingsten war. Und sie erkannten, dass wiederum die Voraussetzung für die Eintracht das Gebet ist.

Weiterlesen: „Voraussetzungen für die Herkunft des Heiligen Geistes“
Lesungen von Christi Himmelfahrt: Apg 1,1-11; Ps 47,2-3.6-7.8-9; Eph 1,17-23; Mt 28,16-20
„Christi Himmelfahrt ist kein Fest der Abwesenheit Gottes. Es ist ein Fest der Hoffnung. Ein Fest der Verwandlung. Ein Fest der Würde des Menschen. Denn seit Christus, als wahrer Gott und wahrer Mensch, zum Vater heimgekehrt ist, wissen wir: Unser Menschsein hat einen Platz bei Gott.