Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3

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Urlaubszeit, Beine austrecken, Seele baumeln lassen und?

Und: Zeit Gott, zu suchen und zu finden.

Im Lärm und der Hektik des Alltags ist es oft schwer, Gott und sein Handeln zu entdecken, Gott der sich eher im „Säuseln“ offenbart (vgl. 1. Kön 19, 12). Urlaubszeit gibt Zeit in der Natur zu sein, die Schöpfung zu bestaunen und die Chance zu nutzen, den Ursprung aller Dinge aus den geschaffen Dingen zu erkennen (vgl. DV 6).

Vielleicht können wir dann mit in den Lobgesang der drei Jünglinge einstimmen: 

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„Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“

Lesungen zum 16. Sonntag im Jahreskreis: Jer 23,1-6;Ps 23,1-3.4.5.6;Eph 2,13-18;Mk 6,30-34

„Das Wort Gottes des heutigen Sonntags legt uns ein grundlegendes und stets faszinierendes Thema der Bibel vor: es ruft uns in Erinnerung, daß Gott der Hirt der Menschheit ist. Dies bedeutet, daß Gott für uns das Leben will, er will uns auf gute Weiden führen, auf denen wir Nahrung und Ruhe finden können; er will nicht, daß wir uns verlieren und sterben, sondern daß wir zum Ziel unseres Weges gelangen, das eben die Fülle des Lebens ist. Das ist es, was jeder Vater und jede Mutter für ihre Kinder ersehnen: das Wohl, das Glück, die Erfüllung. Im heutigen Evangelium stellt sich Jesus als der Hirt der verlorenen Schafe des Hauses Israels vor.  …

Worin besteht diese tiefe Heilung, die Gott durch Jesus wirkt? Sie besteht in einem wahren, vollständigen Frieden, der Frucht der Aussöhnung des Menschen mit sich selbst und in all seinen Beziehungen ist: mit Gott, mit den anderen, mit der Welt. Tatsächlich versucht der Widersacher unaufhörlich, das Werk Gottes zu zerstören und Zwietracht im Herzen des Menschen zu säen, zwischen Leib und Seele, zwischen dem Menschen und Gott, in den zwischenmenschlichen, gesellschaftlichen und internationalen Beziehungen und auch zwischen dem Menschen und der Schöpfung. Der Widersacher sät Krieg; Gott schafft Frieden.“

Benedikt XVI Angelus am 22. Juli 2012

Der Geist ist der erste Anteil unseres Erbes

Lesungen zum 15. Sonntag im Jahreskreis: Am 7,12-15;Ps 85,9.10.11-12.13-14;Eph 1,3-14;Mk 6,7-13

„Der Geist ist der erste Anteil unseres Erbes, hin zur Erlösung, durch die ihr Gottes Eigentum werdet, zum Lob seiner Herrlichkeit.“ Eph 1, 14

Es ist die Rede von einem Erbe, das allen gehören wird; es wird von Rettung gesprochen, die uns im Wort der Wahrheit geschenkt ist; und es wird uns Erlösung verheissen, „durch die wir Gottes Eigentum werden“, weil wir von Gott unendlich geliebt sind. Im Geliebtsein liegt der wahre Grund, weshalb wir uns nicht zu fürchten brauchen. Dieser Grund ist nicht unsere eigene Leistung, sondern die Liebe des Dreieinen Gottes, die uns von Ewigkeit ausgesucht und erwählt hat, wie Papst Benedikt XVI. mit den tiefen Worten ausgedeutet hat: ,In Gottes Gedanken sind wir ewig schon da, weil wir ja zu seinem Sohn gehören. So haben wir an seiner Ewigkeit, an seiner Vorgängigkeit zu allen Dingen dieser Welt teil. In ihm gibt es uns gleichsam immer schon. Gott sieht uns in ihm an, mit seinen Augen.‘“

Kurt Cardinal Koch

Peter und Paul

„Voll Freude feiert die Kirche heute das gemeinsame Gedächtnis dieser beiden. Der »Fels« und das »auserwählte Werkzeug« sind hier in Rom endgültig zusammengetroffen. Hier haben sie ihren apostolischen Dienst zur Vollendung geführt, indem sie ihn durch ihr Blutvergießen besiegelten.

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Ja, Jesu Wort, seine Frohe Botschaft, macht lebendig.

Lesungen am 13. Sonntag im Jahreskreis: Weish 1,13-15;2,23-24;Ps 30,2 u. 4.5-6b.6cd u. 12a u. 13b;2 Kor 8,7.9.13-15;Mk 5,21-43

„Das wird uns im heutigen Evangelium vor Augen gestellt. Jairus, der Synagogenvorsteher von Kapharnaum, kommt zu Jesus und fleht in an: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie am Leben bleibt. Jesus begibt sich in das Haus des Jairus. Das Mädchen ist bereits tot. Jesus fasst das Kind an der Hand und sagt zu ihm: Steh auf! Sofort steht das Mädchen auf und geht umher.

Mit der Erweckung dieses Mädchens zum Leben setzt Jesus ein Zeichen, das über diesen Vorgang hinausweist. Es geht ihm nicht darum, den leiblichen Tod zu überwinden und das Leben zu verlängern. Er will vielmehr ein Leben schenken, das vom biologischen Tod nicht berührt wird, ein Leben, das keine Macht der Welt auslöschen kann. Er bringt uns das Leben, das in der Gemeinschaft mit Gott besteht und kein Ende kennt.

So hat es Gott schon im Alten Bund verheißen. Im Buch der Weisheit wird es uns gesagt: „Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. … Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht“ (Weish 1,13; 2,23).“

Friedrich Kardinal Wetter