„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Sein Weinberg werden

Lesungen vom 27. Sonntag im Jahreskreis: Jes 5,1-7; Ps 80,9 u. 12.13-14.15-16.19-20; Phil 4,6-9; Mt 21,33-42.44.43

„Die Dringlichkeit, mit Früchten des Guten auf den Ruf des Herrn zu antworten, der uns beruft, sein Weinberg zu werden, hilft uns zu verstehen, was da im christlichen Glauben an Neuem und Originellem ist. Er ist nicht so sehr die Summe von Geboten und moralischen Normen, sondern vor allem anderen ein Vorschlag der Liebe, den Gott durch Jesus der Menschheit gemacht hat und weiter macht. Es ist die Einladung, in diese Geschichte der Liebe einzutreten und so ein lebendiger und offener Weinberg zu werden, der reich an Früchten und Hoffnung für alle ist. Ein verschlossener Weinberg kann verwildern und wilde Trauben hervorbringen. Wir sind dazu berufen, aus dem Weinberg hinauszugehen, um uns in den Dienst der Brüder und Schwestern zu stellen, die nicht bei uns sind, um uns gegenseitig wachzurütteln und zu ermutigen, um uns zu erinnern, dass wir Weinberg des Herrn in jedem Umfeld sein müssen, auch im fernsten und beschwerlichsten.“

PAPST FRANZISKUS aus dem ANGELUS vom 8. Oktober 2017