"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." Röm. 12, 2
Lesungen zum 31. Sonntag im Jahreskreis: Mal 1,14b - 2,2b.8-10;Ps 131,1.2-3;1 Thess 2,7b-9.13;Mt 23,1-12

„Wir Jünger Jesu dürfen nicht nach Ehrentiteln, nach Titeln der Autorität oder Vorherrschaft trachten. Ich sage euch, dass es mich persönlich schmerzt, Menschen zu sehen, die in ihrer Psychologie so leben, dass sie der Eitelkeit der Ehrungen hinterherlaufen. Wir Jünger Jesu dürfen das nicht tun, da unter uns eine einfache und brüderliche Haltung herrschen soll. Wir sind alle Geschwister und dürfen auf keine Weise die anderen unterdrücken und sie von oben herab anschauen. Nein. Wir sind alle Brüder und Schwestern. Wenn wir vom himmlischen Vater besondere Talente empfangen haben, dann müssen wir sie in den Dienst der Geschwister stellen und dürfen von ihnen nicht für unsere Befriedigung und unser persönliches Interesse profitieren. Wir dürfen uns nicht als den anderen überlegen betrachten. Die Bescheidenheit ist wesentlich für ein Leben, das der Lehre Jesu entsprechen will, der sanftmütigen und demütigen Herzens ist und nicht gekommen ist, damit man ihm dient, sondern um zu dienen.“
PAPST FRANZISKUS aus dem ANGELUS Petersplatz Sonntag, 5. November 2017