"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." Röm. 12, 2

Die wahre und schlimmste Krankheit des Menschen ist die Abwesenheit Gottes

Lesungen zum 5. Sonntag im Jahreskreis: Ijob 7,1-4.6-7;Ps 147,1-2.3-4.5-6;1 Kor 9,16-19.22-23;Mk 1,29-39

„Mit Blick auf den letzten Sonntag stellt uns das heutige Evangelium (vgl. Mk 1,29–39) Jesus vor, der nach seiner Predigt am Sabbat in der Synagoge von Kafarnaum viele Kranke heilt… Die Erfahrung der Heilung von Kranken hat einen großen Teil der öffentlichen Sendung Christi eingenommen und lädt uns erneut ein, über den Sinn und den Wert der Krankheit in jeder Lebenslage nachzudenken, in die ein Mensch geraten kann.  …

Ich sage, daß diese Heilungen Zeichen sind: sie führen hin zur Botschaft Christi, sie führen uns hin zu Gott und lassen uns verstehen, daß die wahre und schlimmste Krankheit des Menschen die Abwesenheit Gottes ist, des Quells der Wahrheit und der Liebe. Und allein die Versöhnung mit Gott kann uns die wahre Heilung, das wahre Leben schenken, denn ein Leben ohne Liebe und ohne Wahrheit wäre kein Leben. Das Reich Gottes ist nämlich die Gegenwart von Wahrheit und Liebe, und so ist es Heilung in der Tiefe unseres Seins. Auf diese Weise verstehen wir, daß seine Verkündigung und die von ihm vollbrachten Heilungen stets eng miteinander verbunden sind: sie bilden eine einzige Botschaft der Hoffnung und des Heils.“

BENEDIKT XVI. aus dem ANGELUS Petersplatz Sonntag, 8. Februar 2009