"Es geht nicht um das, was wir tun, oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat." Mutter Theresa

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Heiliger Geist

Lesungen vom Pfingstsonntag: Apg 2,1-11;Ps 104,1-2.24-25.29-30.31 u. 34;Gal 5,16-25;Joh 15,26-27;16,12-15

"Der Heilige Geist vereinigt; der Heilige Geist sammelt; er bricht Türen auf, die verschlossen sind; er schafft Brücken, wo Gräben sind, die die Menschen voneinander trennen; über Grenzen aller Art hin führt er die Menschen zusammen; er sammelt. Dazu war Christus gekommen, um die zerstreuten Kinder Gottes, wie er selber sagt, zu sammeln. Um über die Verwirrungen und Feindseligkeiten der Welt hin Einheit zu schaffen; die Menschen zu der Einheit zu bringen, zu der Gott sie berufen hat. Einen und Sammeln ist das Kennzeichen, ist das Werk des Heiligen Geistes, wie das Zerstreuen und das Gegeneinander-Aufbringen das Werk des Teufels ist. Der Heilige Geist eint und so schafft er das einige Volk Gottes über die Welt hin, seine Kirche als Vorgriff auf die vereinigte Welt. Er sammelt, das heißt, zum Glauben gehört das Wir der Glaubenden. Nur im Wir sind wir Kinder unseres Vaters. Man kann nicht Jesus für sich allein haben, ihn sich nach seinen eigenen Ideen ausdenken wollen. Wir können ihn nur haben im Wir der Kirche und Wer sagt >>Jesus Ja, Kirche Nein<< der sagt in Wirklichkeit auch zu Jesus Christus Nein, weil zu ihm eben das Sammeln das Hineinführen in die Gemeinschaft der Kirche gehört."

Joseph Ratzinger, JRGS 14/1