"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." Röm. 12, 2

Das Gebot der Liebe

Lesungen zum 31. Sonntag im Jahreskreis Dtn 6,1ab.2-6;Ps 18,2-3.4 u. 47.51 u. 50;Hebr 7,23-28;Mk 12,28-34

„Das heutige Sonntagsevangelium (Mk 12,28–34) legt uns erneut die Lehre Jesu über das größte Gebot vor: das Gebot der Liebe, das ein zweifaches ist: Gott lieben und den Nächsten lieben. …

Wenn die Liebe zu Gott in einem Menschen tiefe Wurzeln gefasst hat, vermag dieser auch den zu lieben, der es nicht verdient, wie es eben Gott uns gegenüber tut. Der Vater und die Mutter lieben ihre Kinder nicht nur, wenn sie es verdienen: sie lieben sie immer, auch wenn sie es ihnen natürlich zu verstehen geben, wenn sie einen Fehler begehen. Von Gott lernen wir, immer und allein das Gute zu wollen und nie das Böse. Wir lernen, auf den anderen nicht nur mit unseren Augen zu schauen, sondern mit dem Blick Gottes, dem Blick Jesu Christi.“

Benedikt XVI, Angelus am 04. November 2012