„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Die Kette des Übels durchbrechen

Lesungen zum 7. Sonntag im Jahreskreis Lev 19,1-2.17-18;Ps 103,1-2.3-4.9-10.12-13;1 Kor 3,16-23;Mt 5,38-48

„Jesus fordert von seinen Jüngern nicht, das Übel hinzunehmen.
Im Gegenteil: Er fordert auf zu reagieren, aber nicht mit einem weiteren Übel, sondern mit dem Guten. Nur auf diese Weise wird die Kette des Übels gebrochen: ein Übel führt zu einem weiteren Übel, ein weiteres führt zu anderen... Es wird diese Kette des Übels durchbrochen, und die Dinge werden wirklich anders. Das Übel nämlich ist eine »Leere«, eine Leere ohne Gutes, und ein Leerraum kann man nicht mit einer weiteren Leere füllen, sondern nur mit einer »Fülle«, das heißt mit dem Guten. Die Vergeltung führt nie zur Lösung der Konflikte. »Du hast mir das angetan, ich tue es dir auch an«: das löst nie einen Konflikt, und es ist auch nicht christlich.“

Franziskus Angelus am 19.02.2017