"Es geht nicht um das, was wir tun, oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat." Mutter Theresa

Gott ruft uns immer wieder in seinen Weinberg

Lesungen zum 25.Sonntag im Jahreskreis: Jes 55,6-9;Ps 145,2-3.8-9.17-18;Phil 1,20ad-24.27a;Mt 20,1-16

„In dieser Erzählung zeigt uns Jesus die überraschende Art von Gottes Handeln, dargestellt durch zwei Haltungen des Gutsbesitzers: den Ruf und den Lohn.

Zunächst der Ruf. Fünfmal geht der Herr eines Weinbergs auf den Platz hinaus und ruft Männer auf, für ihn zu arbeiten: um sechs, neun, zwölf, drei und dann um fünf Uhr nachmittags … So handelt Gott auch heute: Er ruft weiterhin alle Menschen zu jeder Stunde, um sie zur Arbeit in seinem Reich einzuladen. Das ist Gottes Stil, den wir übernehmen und nachahmen sollen. … Er geht ständig hinaus, auf der Suche nach den Menschen, weil er will, dass niemand von seinem Liebesplan ausgeschlossen wird. …

Gott zahlt immer den höchsten Lohn: er bleibt nicht beim halben Lohn stehen. Er zahlt alles. Und hier versteht man, dass Jesus nicht über Arbeit und gerechten Lohn spricht – das ist ein anderes Problem –, sondern über das Reich Gottes und die Güte des himmlischen Vaters, der ständig hinausgeht, um die Menschen einzuladen, und der allen das Maximum bezahlt.“

Papst Franziskus aus dem Angelus am 20.09.2020