"Das ganze Leben geht auf eine Begegnung zu." Benedikt XVI.

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Verklärung - durchleuchtet vom Glanz Gottes

Lesungen zum 2. Fastensonntag: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18;Ps 116,10 u. 15.16-17.18-19;Röm 8,31b-34;Mk 9,2-10

Raffaello Santi:  Transfiguration – Verklärung Christi (Ausschnitt, Vatikanische Museen)

In der Verklärung wird die innere Wahrheit des Kreuzes, die Einheit von Kreuz und Auferstehung sichtbar. Das Kreuz lässt uns freilich erkennen, welches allein der Weg der Verklärung, der Verwandlung der Durchlichtung und Befreiung des Menschen ist. Verklärung bedeutet ja, dass dieser Mensch durchleuchtet wird vom Glanz Gottes, dass er sich nicht mehr zurückhält, sondern transparent, durchsichtig wird für ihn, dass er sich von ihm durchdringen, umwandeln lässt. Und dies ist Kreuz und Auferstehung zugleich: durchsichtig werden für Gott; Wohnstätte Gottes werden, dadurch dass das ganze Leben sich hineinverbrennen lässt in ihn, durchleuchten lässt von ihm und so zum wahren Leben kommt, Auferstehungswirklichkeit wird. Verklärung geschieht nicht anders als in sich Preisgeben für Gott. Aber auch umgekehrt: Kreuz ist nicht Quälerei, sondern ist das Durchdrungenwerden des Lebens von der Liebe, indem es allmählich hell wird, frei wird, offen wird für das Geheimnis des Ewigen auf die Auferstehung hin.

Joseph Ratzinger, JRGS 14/1

Jede gute und vollkommene Gabe kommt von oben

Lesungen zum 5. Sonntag im Jahreskreis: Ijob 7,1-4.6-7;Ps 147,1-2.3-4.5-6;1 Kor 9,16-19.22-23;Mk 1,29-39

„Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten… In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten“ Mk 1, 35

„Nachdem der Herr die Kranken geheilt hatte, zog er sich zurück. Damit lehrt er uns, nicht um der Öffentlichkeit willen zu handeln, sondern nicht hinauszuposaunen, wenn wir etwas Gutes getan haben. Sein Beten zeigt uns, dass wir das, was wir Gutes tun können, Gott zuschreiben müssen. Zu ihm müssen wir sagen: Jede gute und vollkommene Gabe kommt von oben, von dir (vgl. Jak 1,17). (Theophylactus)“

Quelle Catena Aurea

Taufe der Regebogen Gottes

Lesungen zum Fest der Taufe des Herrn: Jes 55,1-11;Jes 12,2.3 u. 4bcd.5-6;1 Joh 5,1-9;Mk 1,7-11

Taufe Jesu, Gemälde im Petersdom

"Denn durch die Taufe Jesu hat Jesus sich ja uns verbunden, sie ist gleichsam die Brücke, die er zwischen sich und uns gebaut hat, der Weg, auf dem er uns zugänglich wird.

So erinnert die Taufe Jesu vor allen Dingen an unsere eigene Taufe und fragt uns was in unserem Leben mit diesem herein treten Gottes in meine persönliche Existenz geworden ist fragt uns, was bedeutet denn eigentlich mein getauft sein für mich? ...

So ist die Taufe der Regenbogen Gottes über unserem Leben, die Verheißung seines großen Ja, die Tür der Hoffnung und zugleich die Weisung, die uns zeigt, wie man das macht, ein Mensch zu sein: in der Verbundenheit mit der eigenen Familie, mit der Kirche Gottes und so im lebendigen, persönlichen Mitgehen mit Jesus Christus und im Gehen auf seinen Wegen. Mit ihm gehen wir gut. Auf ihn schauend wissen wir, dass Gott größer ist als unser Herz. In solcher freudigen Gewissheit gehen wir getrost in das neue Jahr hinein."

Joseph Ratzinger (JRGS 14/1)