„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

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Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Liebe Schwestern und Brüder,

Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Seit Mitte März hat sich unser aller Leben völlig verändert. Niemand von uns hätte je gedacht, dass die unmittelbaren menschlichen Begegnungen zu einem kleinen Luxus werden könnten. Das Theater- oder Konzertbesuche nicht mehr möglich sind. Wer hätte das gedacht, dass wir Gottesdienste nur unter strengen Hygieneschutzauflagen feiern dürfen, dass Gemeindeveranstaltungen ganz abgesagt werden mussten. Ja, was für ein Jahr 2020! Aber gerade in solch einer Zeit großer Unsicherheit, in einer Zeit, in der es mehr Fragen als Antworten zu geben scheint, dort hinein feiern wir Weihnachten, als ein Fest der Hoffnung und der Freude über die Rettung des Menschen.

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„Gaudete, Freuet euch, denn der Herr ist nahe!“

Predigt:  3. Adventssonntag, 12.12.2020, Gaudete (hier als pdf)

Jes 61,1-2a.10-11;Lk 1,46b-48.49-50.53-54;1 Thess 5,16-24;Joh 1,6-8.19-28

Liebe Schwestern und Brüder,

Gaudete, Freut euch! Klingt in diesen Tagen wie ein schlechter Witz oder etwa nicht?  Eigentlich spricht die Situation um uns herum eklatant dagegen und wirklich freuen mag sich in diesen Tagen kaum jemand so richtig.

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Advent: Ihn im Alltag begegnen

Lesungen zu zweiten Advent: Jes 40,1-5.9-11;Ps 85,9-10.11-12.13-14;2 Petr 3,8-14;Mk 1,1-8

 

"Wenn wir unser Herz bereit machen für die Aufnahme des Herrn, müssen wir lernen, ihn in den Ereignissen des täglichen Lebens zu erkennen, in denen er gegenwärtig ist. Der Advent wird dann sozusagen ein gutes Training, das uns zweifellos auf den auf den ausrichtet, der schon gekommen ist, der kommen wird und der ständig im Kommen ist."

Johannes Paul II Quelle: Generalaudienz

Advent: „Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt!“

Lesungen zum 1. Advent:  Jes 63,16b-17.19b;64,3-7;Ps 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19;1 Kor 1,3-9;Mk 13,33-37

Seid wachsam, damit der Hausherr Euch nicht schlafend antrifft, wenn er plötzlich kommt. Diese Worte Jesu drücken das Wesen der christlichen Existenz aus: Das Leben der Gläubigen ist ein Warten auf die Wiederkunft des Herrn. Dieses Warten ist kein passiver Zeitvertreib. Unsere menschliche Existenz ist auf diese Begegnung mit Gott am Ende der Zeit ausgerichtet. Und doch ist es nicht leicht, in einer oberflächlichen und hastigen Gesellschaft treu und gelassen auf diesen Zeitpunkt hin zu leben.

Seid wachsam! Wartet auf die Wiederkunft des Herrn, damit er seine Diener nicht schlafend antrifft!

Johannes Paul II, Generalaudienz am 26. Juli 2000

 

Christkönig

Lesungen zum Sonntag Christkönig: Ez 34,11-12.15-17a;Ps 23,1-3.4.5.6;1 Kor 15,20-26.28;Mt 25,31-46

Ausschnitt aus dem Apsismosaik der Kirche Santi Cosma e Damiano in Rom

„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. ... Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“ Mt 25, 34 und 41

„Man muss aber bedenken, was über die Heiligen gesagt ist: Gesegnete meines Vaters; es wird aber nicht gesagt: Verfluchte meines Vaters; denn der Vater teilt zwar den Segen zu, ein jeder aber ist für sich selbst der Urheber des Fluches, dadurch dass er fluchwürdige Werke getan hat.“ (Origines)

Quelle: Catena Aurea