„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Der TAG DES HERRN als E-Paper - Jetzt entdecken!

Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Liebe Schwestern und Brüder,

Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Seit Mitte März hat sich unser aller Leben völlig verändert. Niemand von uns hätte je gedacht, dass die unmittelbaren menschlichen Begegnungen zu einem kleinen Luxus werden könnten. Das Theater- oder Konzertbesuche nicht mehr möglich sind. Wer hätte das gedacht, dass wir Gottesdienste nur unter strengen Hygieneschutzauflagen feiern dürfen, dass Gemeindeveranstaltungen ganz abgesagt werden mussten. Ja, was für ein Jahr 2020! Aber gerade in solch einer Zeit großer Unsicherheit, in einer Zeit, in der es mehr Fragen als Antworten zu geben scheint, dort hinein feiern wir Weihnachten, als ein Fest der Hoffnung und der Freude über die Rettung des Menschen.

Weiterlesen: Was für ein Bild!  Was für ein Jahr! 

„Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ (Lk 1, 38)

Lesungen zum 4. Advent   2 Sam 7,1-5.8b-12.14a.16;Ps 89,2-3.20a u. 4-5.27 u. 29;Röm 16,25-27;Lk 1,26-38

„Erst der Mensch, der ganz Ja zu Gott sagt, findet die Freiheit, die große schöpferische Weite der Freiheit des Guten. Er entdeckt, welche Mächte des Schöpfertums auf uns warten und sich uns eröffnen, je mehr wir ins Gute hineinwandern. Der Mensch, der zu Gott sich hinwendet, wird nicht kleiner, sondern er wird größer, weil der Mensch erst von Gott her und mit ihm zusammen groß ist, göttlich wird, er selber wird. Der Mensch, der sich Gott in die Hände gibt, wird nicht kalt und leer, sondern sein Herz macht vollends auf, er wird ein fühlender, weil ein reiner und darum ein gütiger und offener Mensch.

Je näher der Mensch bei Gott ist, desto näher ist ja bei den Menschen. Wir sehen es an Maria. Eben weil sie ganz bei Gott ist, darum ist sie so nah bei den Menschen. Darum kann sie die Mutter aller Tröstungen und aller Hilfen werden, zu der sich jeder in jeder Situation der Not und der eigenen Verfallenheit und Sünde hin trauen darf. Sie hat Verstehen für alles und hält für alles die Macht der schöpferischen Güte, der Freiheit des Gutseins bereit.“

Joseph Ratzinger (JRGS 14/2)

„Gaudete, Freuet euch, denn der Herr ist nahe!“

Predigt:  3. Adventssonntag, 12.12.2020, Gaudete (hier als pdf)

Jes 61,1-2a.10-11;Lk 1,46b-48.49-50.53-54;1 Thess 5,16-24;Joh 1,6-8.19-28

Liebe Schwestern und Brüder,

Gaudete, Freut euch! Klingt in diesen Tagen wie ein schlechter Witz oder etwa nicht?  Eigentlich spricht die Situation um uns herum eklatant dagegen und wirklich freuen mag sich in diesen Tagen kaum jemand so richtig.

Weiterlesen: „Gaudete, Freuet euch, denn der Herr ist nahe!“

Advent: Ihn im Alltag begegnen

Lesungen zu zweiten Advent: Jes 40,1-5.9-11;Ps 85,9-10.11-12.13-14;2 Petr 3,8-14;Mk 1,1-8

 

"Wenn wir unser Herz bereit machen für die Aufnahme des Herrn, müssen wir lernen, ihn in den Ereignissen des täglichen Lebens zu erkennen, in denen er gegenwärtig ist. Der Advent wird dann sozusagen ein gutes Training, das uns zweifellos auf den auf den ausrichtet, der schon gekommen ist, der kommen wird und der ständig im Kommen ist."

Johannes Paul II Quelle: Generalaudienz

Advent: „Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt!“

Lesungen zum 1. Advent:  Jes 63,16b-17.19b;64,3-7;Ps 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19;1 Kor 1,3-9;Mk 13,33-37

Seid wachsam, damit der Hausherr Euch nicht schlafend antrifft, wenn er plötzlich kommt. Diese Worte Jesu drücken das Wesen der christlichen Existenz aus: Das Leben der Gläubigen ist ein Warten auf die Wiederkunft des Herrn. Dieses Warten ist kein passiver Zeitvertreib. Unsere menschliche Existenz ist auf diese Begegnung mit Gott am Ende der Zeit ausgerichtet. Und doch ist es nicht leicht, in einer oberflächlichen und hastigen Gesellschaft treu und gelassen auf diesen Zeitpunkt hin zu leben.

Seid wachsam! Wartet auf die Wiederkunft des Herrn, damit er seine Diener nicht schlafend antrifft!

Johannes Paul II, Generalaudienz am 26. Juli 2000