"Christus achtet nicht darauf, wie oft wie in unserem Leben straucheln, sondern wie oft wir mit seiner Hilfe wieder aufstehen." Benedikt XVI.

Einladungen Gottes

Lesungen vom 28. Sonntag im Jahreskreis: Jes 25,6-10a; Ps 23,1-3.4.5.6; Phil 4,12-14.19-20; Mt 22,1-14

„Fragen wir uns also: Wie reagiere ich auf die Einladungen Gottes? Welchen Raum gebe ich ihm in meinem Tag? Hängt die Qualität meines Lebens von meinen Beschäftigungen und von meiner Freizeit ab oder von meiner Liebe zum Herrn und zu meinen Brüdern und Schwestern, vor allem zu denen, die am meisten in Not sind?“

PAPST FRANZISKUS aus dem ANGELUS, Sonntag, 15. Oktober 2023

Sein Weinberg werden

Lesungen vom 27. Sonntag im Jahreskreis: Jes 5,1-7; Ps 80,9 u. 12.13-14.15-16.19-20; Phil 4,6-9; Mt 21,33-42.44.43

„Die Dringlichkeit, mit Früchten des Guten auf den Ruf des Herrn zu antworten, der uns beruft, sein Weinberg zu werden, hilft uns zu verstehen, was da im christlichen Glauben an Neuem und Originellem ist. Er ist nicht so sehr die Summe von Geboten und moralischen Normen, sondern vor allem anderen ein Vorschlag der Liebe, den Gott durch Jesus der Menschheit gemacht hat und weiter macht. Es ist die Einladung, in diese Geschichte der Liebe einzutreten und so ein lebendiger und offener Weinberg zu werden, der reich an Früchten und Hoffnung für alle ist. Ein verschlossener Weinberg kann verwildern und wilde Trauben hervorbringen. Wir sind dazu berufen, aus dem Weinberg hinauszugehen, um uns in den Dienst der Brüder und Schwestern zu stellen, die nicht bei uns sind, um uns gegenseitig wachzurütteln und zu ermutigen, um uns zu erinnern, dass wir Weinberg des Herrn in jedem Umfeld sein müssen, auch im fernsten und beschwerlichsten.“

PAPST FRANZISKUS aus dem ANGELUS vom 8. Oktober 2017

Wenn ich »Nein« sage, kehre ich dann um?“

Lesungen vom 26.Sonntag im Jahreskreis: Ez 18,25-28; Ps 25,4-5.6-7.8-9; Phil 2,1-11; Mt 21,28-32

„Betrachten wir den Sohn, der »Ja« sagt, dann aber nicht geht. Er will den Willen des Vaters nicht tun, doch er will auch nicht diskutieren und darüber reden. Also versteckt er sich hinter einem »Ja«, hinter einer vorgetäuschten Zustimmung, die seine Faulheit verbirgt und für den Moment sein Gesicht wahrt. Er ist ein Heuchler. …

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Gerechtigkeit Gottes

Lesungen vom 25. Sonntag im Jahreskreis, Jes 55,6-9; Ps 145,2-3.8-9.17-18; Phil 1,20ad-24.27a; Mt 20,1-16

„Gerade weil er so großherzig ist, entlohnt Gott – das ist die zweite Handlung – alle mit der gleichen »Münze«, nämlich mit seiner Liebe. Das ist also der eigentliche Sinn des Gleichnisses: Die Arbeiter der letzten Stunde werden, wie die der ersten Stunde bezahlt, weil die Gerechtigkeit Gottes in Wirklichkeit eine höhere Gerechtigkeit ist. Sie reicht weiter. Die menschliche Gerechtigkeit sagt: »Jedem das Seine, wie er es verdient«, während die Gerechtigkeit Gottes die Liebe nicht auf der Waage unserer Leistungen, unserer Bravour oder unserem Versagen misst: Gott liebt uns einfach. Er liebt uns, weil wir Kinder sind, und er tut dies mit einer bedingungslosen Liebe, einer vorleistungsfreien Liebe.“

PAPST FRANZISKUS Sonntag, 24. September 2023

Gerechtigkeit und Barmherzigkeit

Lesungen zum 24. Sonntag im Jahreskreis: Sir 27,30 - 28,7;Ps 103,1-2.3-4.9-10.12-13;Röm 14,7-9;Mt 18,21-35

„In der göttlichen Haltung ist die Gerechtigkeit von Barmherzigkeit durchdrungen, während die menschliche Haltung auf die Gerechtigkeit beschränkt ist. Jesus drängt uns, uns mutig der Kraft der Vergebung zu öffnen, denn wir wissen, dass sich im Leben nicht alles durch Gerechtigkeit lösen lässt. …

Wie viel Leid, wie viel Zerrissenheit, wie viele Kriege könnten vermieden werden, wenn Vergebung und Barmherzigkeit der Stil unseres Lebens wären! Auch in der Familie, auch in der Familie: wie viele zerstrittene Familien, die nicht wissen, wie man einander verzeiht, wie viele Brüder und Schwestern, die diesen Groll in sich tragen. Es ist notwendig, die barmherzige Liebe in allen zwischenmenschlichen Beziehungen anzuwenden: zwischen Ehepartnern, zwischen Eltern und Kindern, innerhalb unserer Gemeinschaften, in der Kirche und auch in Gesellschaft und Politik.“

Franziskus, 13.09.2020