Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3
Lesungen vom 20. Sonntag im Jahreskreis: Jes 56,1.6-7;Ps 67,2-3.5-6.8; Röm 11,13-15.29-32; Mt 15,21-28
„ »Frau, dein Glaube ist groß.« Diese einfache Frau wird von Jesus als Beispiel eines tiefen Glaubens vorgestellt. Ihre Ausdauer, das Eingreifen Christi zu erbitten, ist für uns eine Ermutigung, nie den Mut zu verlieren, ja inmitten schwerster Prüfungen des Lebens nicht zu verzweifeln. Der Herr verschließt nicht die Augen vor den Bedürfnissen seiner Kinder, und wenn er manchmal für ihre Bitten unempfänglich zu sein scheint, dann geschieht es nur, um ihren Glauben zu prüfen und zu stärken.“

Und: Zeit Gott, zu suchen und zu finden.
Im Lärm und der Hektik des Alltags ist es oft schwer, Gott und sein Handeln zu entdecken, Gott der sich eher im „Säuseln“ offenbart (vgl. 1. Kön 19, 12). Urlaubszeit gibt Zeit in der Natur zu sein, die Schöpfung zu bestaunen und die Chance zu nutzen, den Ursprung aller Dinge aus den geschaffen Dingen zu erkennen (vgl. DV 6).
Vielleicht können wir dann mit in den Lobgesang der drei Jünglinge einstimmen:
Weiterlesen: Urlaubszeit, Beine austrecken, Seele baumeln lassen und?
Lesungen zum 13. Sonntag im Jahreskreis: 2 Kön 4,8-11.14-16a; Ps 89,2-3.16-17.18-19; Röm 6,3-4.8-11; Mt 10,37-42
„Im heutigen Evangelium sagt Jesus: »Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten« (Mt 10,41). Dreimal das Wort »Prophet«. Aber wer ist der Prophet? …
Lesungen vom 12. Sonntag im Jahreskreis: Jer 20,10-13; Ps 69,8 u. 10.14.33-34; Röm 5,12-15; Mt 10,26-33
„Angesichts des weiten und vielfältigen Spektrums menschlicher Ängste ist das Wort Gottes eindeutig: wer Gott »fürchtet«, »hat keine Angst«. Die Gottesfurcht, die in der Heiligen Schrift als »Anfang der wahren Weisheit« definiert wird, fällt mit dem Glauben an Ihn zusammen, mit der heiligen Achtung vor seiner Hoheit über das Leben und die Welt. Ohne »Gottesfurcht« zu sein würde bedeuten, sich an seine Stelle zu setzen, sich als Herren über Gut und Böse, über Leben und Tod zu fühlen. Wer hingegen Gott fürchtet, verspürt in sich die Sicherheit, die das Kind im Arm seiner Mutter fühlt (vgl. Ps 131,2): wer Gott fürchtet, bleibt auch inmitten der Stürme ruhig, denn Gott ist, wie uns Jesus offenbart hat, der Vater voller Barmherzigkeit und Güte.“
BENEDIKT XVI., aus dem ANGELUS, Petersplatz, Sonntag, 22. Juni 2008
Lesungen vom 11. Sonntag im Jahreskreis: Ex 19,2-6a; Ps 100,1-3.4-5; Röm 5,6-11; Mt 9,36 - 10,8
„Denn wenn der Gott des Himmels nahe ist, sind wir nicht allein auf der Erde, und selbst in Schwierigkeiten verlieren wir nicht das Vertrauen. Das ist das Erste, was man den Menschen sagen muss: Gott ist nicht weit weg, sondern er ist Vater. Gott ist nicht fern, er ist Vater. Er kennt dich und liebt dich. Er will dich bei der Hand nehmen, auch wenn du steile und unebene Wege gehst, auch wenn du fällst und es dir schwerfällt, wieder aufzustehen und den Weg fortzusetzen. Er, der Herr, ist da, bei dir. Gerade dann, wenn du am schwächsten bist, kannst du seine Gegenwart stärker spüren. Er kennt den Weg, er ist bei dir, er ist dein Vater! Er ist mein Vater! Er ist unser Vater!“