"Es geht nicht um das, was wir tun, oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat." Mutter Theresa

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Verklärung - durchleuchtet vom Glanz Gottes

Lesungen zum 2. Fastensonntag: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18;Ps 116,10 u. 15.16-17.18-19;Röm 8,31b-34;Mk 9,2-10

Raffaello Santi:  Transfiguration – Verklärung Christi (Ausschnitt, Vatikanische Museen)

In der Verklärung wird die innere Wahrheit des Kreuzes, die Einheit von Kreuz und Auferstehung sichtbar. Das Kreuz lässt uns freilich erkennen, welches allein der Weg der Verklärung, der Verwandlung der Durchlichtung und Befreiung des Menschen ist. Verklärung bedeutet ja, dass dieser Mensch durchleuchtet wird vom Glanz Gottes, dass er sich nicht mehr zurückhält, sondern transparent, durchsichtig wird für ihn, dass er sich von ihm durchdringen, umwandeln lässt. Und dies ist Kreuz und Auferstehung zugleich: durchsichtig werden für Gott; Wohnstätte Gottes werden, dadurch dass das ganze Leben sich hineinverbrennen lässt in ihn, durchleuchten lässt von ihm und so zum wahren Leben kommt, Auferstehungswirklichkeit wird. Verklärung geschieht nicht anders als in sich Preisgeben für Gott. Aber auch umgekehrt: Kreuz ist nicht Quälerei, sondern ist das Durchdrungenwerden des Lebens von der Liebe, indem es allmählich hell wird, frei wird, offen wird für das Geheimnis des Ewigen auf die Auferstehung hin.

Joseph Ratzinger, JRGS 14/1