"Christus achtet nicht darauf, wie oft wie in unserem Leben straucheln, sondern wie oft wir mit seiner Hilfe wieder aufstehen." Benedikt XVI.
Wir müssen lernen, zur Seite zu treten
Lesungen vom 2. Sonntag im Jahreskreis: Jes 49,3.5-6; Ps 40,2 u. 4ab.7-8.9-10; 1 Kor 1,1-3; Joh 1,29-34
„Das Evangelium der heutigen Liturgie enthalt das Zeugnis, das Johannes der Täufer über Jesus ablegt, nachdem er ihn im Jordan getauft hat. Es lautet: »Er ist es, von dem ich gesagt habe: nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war«.
Johannes, der seinen Auftrag erfüllt hat, weiß, wie man zur Seite tritt. Er zieht sich zurück, um Platz für Jesus zu machen. Er hat gesehen, wie der Geist auf ihn herabkam er hat auf ihn als das Lamm Gottes hingewiesen, das die Sünde der Welt hinwegnimmt, und nun hört er seinerseits demütig zu. Vom Propheten wird er zum Jünger. …
Lesungen zum Fest der Taufe des Herrn: Jes 42,5a.1-4.6-7; Ps 29,1-2.3ac-4.3b.9b-10; Apg 10,34-38; Mt 3,13-17

Taufe Jesu, Gemälde im Petersdom
"Der Sinn des Kirchenjahres überhaupt ist gar kein anderer, als uns immer wieder neu aus unserer Vergesslichkeit und dem Dunkel unseres Alltags heraus an diese Spuren Gottes heranzuführen, die einmal für immer in die Geschichte eingebrannt sind, damit unser Herz wieder aufgeht damit wir sie sehen und davon Wegweisung empfangen. Wenn die beiden ersten Feste - Weihnachten und Epiphanie - hauptsächlich diesem Sehend-Werden, dem Aufgehen von Auge und Herz dienen, so führt das heutige Fest der Taufe Jesu hinein in den Alltag des Jahres. Denn durch die Taufe Jesu hat Jesus sich ja uns verbunden, sie ist gleichsam die Brücke, die er zwischen sich und uns gebaut hat, der Weg, auf dem er uns zugänglich wird.
So erinnert die Taufe Jesu vor allen Dingen an unsere eigene Taufe und fragt uns was in unserem Leben mit diesem herein treten Gottes in meine persönliche Existenz geworden ist fragt uns, was bedeutet denn eigentlich mein getauft sein für mich?"
Joseph Ratzinger

Geburt Christi an der Marienkirche zu Pirna
„Deinetwegen also wurde der schwach, der an sich stark und mächtig ist, deinetwegen arm, der an sich reich ist. Bleibe also nicht bei dem Sichtbaren stehen, sondern erkenne, daß du erlöst bist: Herr Jesus, mehr verdanke ich deiner Entäußerung und deinen Leiden, durch die ich erlöst bin, als deinem Reichtum an Macht, durch den ich geschaffen bin, denn umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet.“ (Ambrosius)
Lesungen zum 4. Advent: Jes 7,10-14; Ps 24,1-2.3-4.5-6; Röm 1,1-7; Mt 1,18-24
„Heute, am vierten und letzten Adventssonntag, stellt uns die Liturgie die Gestalt des heiligen Josef vor Augen (vgl. Mt 1,18-24). Er ist ein gerechter Mann, der in Kürze heiraten will. Wir können uns vorstellen, was er sich für die Zukunft erträumt: eine schöne Familie mit einer liebevollen Frau und vielen guten Kindern und eine menschenwürdige Arbeit: einfache und gute Träume, Träume von einfachen und guten Menschen. Plötzlich jedoch zerschellen diese Träume durch eine beunruhigende Entdeckung: Maria, seine Verlobte, erwartet ein Kind, und dieses Kind ist nicht von ihm! …
Lesungen vom 3.Adventssonntag: Jes 35,1-6b.10; Ps 146,6-7.8-9a.9b-10; Jak 5,7-10; Mt 11,2-11
„Das Evangelium dieses dritten Adventssonntags erzählt uns von Johannes dem Täufer, der seine Jünger, während er im Gefängnis sitzt, zu Jesus schickt, um ihn zu fragen: »Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?« (Mt 11,4). Johannes wird, als er von den Taten Jesu erzählen hört, von Zweifeln geplagt, ob er wirklich der Messias sei oder nicht. …