„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Auf einem Berg

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. (Mt 28, 16)

Der Herr erschien ihnen auf einem Berg, um zu zeigen, daß er den Leib, den er wie alle Menschen durch irdische Geburt empfangen hatte, durch die Auferstehung schon über alles Irdische erhoben hatte; und um die Gläubigen anzuspornen, daß sie, wenn sie dort die Herrlichkeit der Auferstehung zu sehen wünschen, hier sich bemühen, nicht Niedriges zu begehren, sondern Höheres zu ersehnen. Jesus geht seinen Jüngern nach Galiläa voraus, weil Christus von den Toten erstanden ist als Erster der Entschlafenen. Es folgen die, die zu Christus gehören; sie gehen in ihrer Ordnung vom Tod zum Leben hinüber, indem sie in seinem Anblick die Gottheit betrachten. Das stimmt gut damit überein, daß "Galiläa" übersetzt "Offenbarung" bedeutet. (Hrabanus)

Quelle:Catena Aurea