"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." Röm. 12, 2

Sakrament der Gemeinschaft

"Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag." (Joh 6, 53/54)

So soll diese Speise und dieser Trank verstanden werden als Gemeinschaft des Leibes und seiner Glieder, welche die Kirche ist in ihrem vorausbestimmten, berufenen, gerechtfertigten und verherrlichten Heiligen und Gläubigen. Das Sakrament dieser Gemeinschaft, d.h. die Einheit des Leibes und Blutes Christi, wird an manchen Orten täglich, anderswo in bestimmten Abständen von einigen Tagen auf dem Tisch des Herrn bereitet und vom Tisch des Herrn empfangen. [...] Damit aber niemand meint, in dieser Speise und in diesem Trank werde so das ewige Leben versprochen, daß alle, die ihn empfangen, auch leiblich nicht sterben werden, fügt er, um diesem Gedanken entgegenzutreten, hinzu: und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Natürlich haben sie auch in der Zwischenzeit [zwischen dem Tod und dem letzten Tag] das ewigen Leben dem Geist nach in der Ruhe, die die Geister der Gerechten aufnimmt; was aber den Leib betrifft, so wird dem Leib das ewigen Leben nicht vorenthalten, sondern er wird es in der Auferstehung der Toten am letzten Tag erhalten. (Augustinus)

Quelle: Catena Aurea