"Es geht nicht um das, was wir tun, oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat." Mutter Theresa

Wer sein Leben retten will, wird es verlieren

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? (Mt 16, 25, 26)

Das kann auf zwei verschiedene Weisen verstanden werden. Einmal so: Wenn einer das gegenwärtige Leben liebt, dann möchte er seine Seele (sein Leben)Im Deutschen läßt sich die Doppeldeutigkeit von animus (Seele, Leben) kaum wiedergeben. erhalten und fürchtet sich zu sterben, weil er glaubt, daß durch den Tod seine Seele mit zugrunde geht. Er will seine Seele retten und verliert sie doch, weil er ihr das ewige Leben vorenthält. Wenn einer dagegen das gegenwärtige Leben gering achtet und im Streit für die Wahrheit sogar den Tod in Kauf nimmt, dann verliert er zwar seine Seele im Hinblick auf das gegenwärtige Leben, weil er sie aber für Christus verliert, bewahrt er sie umso mehr für das ewige Leben.

Auf den ersten Blick scheint ja das Vermögen der Lösepreis für die Seele zu sein, daß nämlich jemand sein Vermögen den Armen gibt und dadurch seine Seele rettet. Ich bin aber überzeugt, daß der Mensch nichts besitzt, was er als Lösepreis für seine Seele geben könnte und das ihn vom Tode befreite. Doch Gott hat für die Seelen der Menschen das wertvolle Blut seines Sohnes als Lösepreis gegeben. (Origenes)

Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

"Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Math 16, 16

Das aber ist unser wahrer und unveränderlicher Glaube, daß der göttliche Sohn aus Gott hervorgegangen ist und ihm die Ewigkeit aus der Ewigkeit des Vaters zukommt. Daß dieser aber einen Leib angenommen hat und Mensch geworden ist, das ist das ganze und vollkommene Bekenntnis. Indem er [d. h. Petrus] die Natur und den Namen nennt, erfaßt er also alles. In ihm ist die Fülle der Tugend. (Hilarius)

Quelle: Catena Aurea

Der Zweifel des Petrus

Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? (Mt 14, 30-31)

In einem einzigen Apostel, d. h. Petrus, in der Reihenfolge der Apostel der erste und herausragende, in dem die Kirche abgebildet wurde, mußten zweierlei Arten von Menschen ausgedrückt werden; zum einen nämlich die Starken darin, daß er über das Wasser wandelte, zum anderen die Schwachen darin, daß er zweifelte; denn für jeden einzelnen ist seine Begehrlichkeit ein Sturm. Liebst du Gott? Dann schreitest du über das Meer, unter deinen Füßen liegt die Angst dieser Welt. Liebst du die Welt? Sie verschlingt dich. Aber wenn dein Herz vor Begierde aufbraust, dann rufe die Göttlichkeit des Herrn an, um deine Begierde zu besiegen. (Augustinus)

Quelle: Catena Aurea

Verklärung Christi

Deckengemälde inder Dorgkirche von Irschen (Kärnten)

In jener Zeitnahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. (Mt 17, 1)

Wer alle Dinge dieser Welt hinter sich gelassen hat, der kann auf einen hohen Berg steigen und die Herrlichkeit des Wortes Gottes schauen. (Origenes)

Weil der Herr den Jüngern seine Herrlichkeit zeigen wollte, führte er sie auf einen hohen Berg. [...] Dadurch lehrt er, daß jeder der Gott in der Beschauung erfahren will, nicht auf dem Boden irdischer Lüste liegenbleiben darf, sondern sich immer aufrichten soll zu den himmlischen Dingen, weil er das liebt, was droben ist.  (Remigius)

Quelle: Catena Aurea

Urlaubszeit, Beine austrecken, Seele baumeln lassen und?

Und: Zeit Gott, zu suchen und zu finden.

Im Lärm und der Hektik des Alltags ist es oft schwer, Gott und sein Handeln zu entdecken, Gott der sich eher im „Säuseln“ offenbart (vgl. 1. Kön 19, 12). Urlaubszeit gibt Zeit in der Natur zu sein, die Schöpfung zu bestaunen und die Chance zu nutzen, den Ursprung aller Dinge aus den geschaffen Dingen zu erkennen (vgl. DV 6).

Vielleicht können wir dann mit in den Lobgesang der drei Jünglinge einstimmen:

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