"Nur die Kirche kann den Menschen vor der erniedrigenden Knechtschaft bewahren, ein Kind seiner Zeit zu sein." C. K. Chesterton

Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

"Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Math 16, 16

Das aber ist unser wahrer und unveränderlicher Glaube, daß der göttliche Sohn aus Gott hervorgegangen ist und ihm die Ewigkeit aus der Ewigkeit des Vaters zukommt. Daß dieser aber einen Leib angenommen hat und Mensch geworden ist, das ist das ganze und vollkommene Bekenntnis. Indem er [d. h. Petrus] die Natur und den Namen nennt, erfaßt er also alles. In ihm ist die Fülle der Tugend. (Hilarius)

Quelle: Catena Aurea

Der Zweifel des Petrus

Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? (Mt 14, 30-31)

In einem einzigen Apostel, d. h. Petrus, in der Reihenfolge der Apostel der erste und herausragende, in dem die Kirche abgebildet wurde, mußten zweierlei Arten von Menschen ausgedrückt werden; zum einen nämlich die Starken darin, daß er über das Wasser wandelte, zum anderen die Schwachen darin, daß er zweifelte; denn für jeden einzelnen ist seine Begehrlichkeit ein Sturm. Liebst du Gott? Dann schreitest du über das Meer, unter deinen Füßen liegt die Angst dieser Welt. Liebst du die Welt? Sie verschlingt dich. Aber wenn dein Herz vor Begierde aufbraust, dann rufe die Göttlichkeit des Herrn an, um deine Begierde zu besiegen. (Augustinus)

Quelle: Catena Aurea

Verklärung Christi

Deckengemälde inder Dorgkirche von Irschen (Kärnten)

In jener Zeitnahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. (Mt 17, 1)

Wer alle Dinge dieser Welt hinter sich gelassen hat, der kann auf einen hohen Berg steigen und die Herrlichkeit des Wortes Gottes schauen. (Origenes)

Weil der Herr den Jüngern seine Herrlichkeit zeigen wollte, führte er sie auf einen hohen Berg. [...] Dadurch lehrt er, daß jeder der Gott in der Beschauung erfahren will, nicht auf dem Boden irdischer Lüste liegenbleiben darf, sondern sich immer aufrichten soll zu den himmlischen Dingen, weil er das liebt, was droben ist.  (Remigius)

Quelle: Catena Aurea

Wo Friede sein wird und volle und vollkommene Einheit

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. (Joh 6,55)

Mit Speise und Trank wollen die Menschen erreichen, nicht hungern und dürsten zu müssen. Das gewährt in Wahrheit allein diese Speise und dieser Trank, der die, die ihn empfangen, unsterblich und unvergänglich macht; das ist die Gemeinschaft der Heiligen, wo Friede sein wird und volle und vollkommene Einheit. Deswegen gab unser Herr Jesus Christus seinen Leib und sein Blut in diese Dinge hinein, die aus vielen zu einen einzigen gemacht worden sind: denn das eine, das Brot, ist aus vielen Körnern ein einziges geworden; das andere, der Wein, ist aus dem Saft vieler Trauen zusammengeflossen. (Augustinus)

Quelle: Catena Aurea

Damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. (Joh 3, 14, 15)

Wie also damals diejenigen, die auf die erhöhte Schlange blickten, vom Gift geheilt und vom Tod befreit wurden, so wird nun der, der durch Glaube und Taufe dem Tod Christi gleichgestaltet wurde, von der Sünde durch die Rechtfertigung und vom Tod durch die Auferstehung befreit. [...] Wozu soll es sonst gut sein, ein kleines Kind durch die Taufe dem Tod Christi gleichzugestalten, wenn es durch den Biß der Schlange nicht gänzlich vergiftet ist? (Augustinus)

Quelle: Catena Aurea